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Offene Gärten 2015

Tag-der-offenen-Gaerten-2015-IMGP7661«Mein Garten sieht gepflegter aus», bemerkt eine ältere Dame nach einem kritischen Blick über die Staudenrabatte. «Du pützelst auch ständig!», kommentiert ihr Mann vorwurfsvoll und leicht verlegen … – eine Szene, die sich in einem Privatgarten am Tag der offenen Gärten tatsächlich so zugetragen hat.

Sie könnte sich auch bei uns so abgespielt haben. Denn der Pflanzgarten von Schloss Hegi wird nicht von einer Obergärtnerin mit Argusaugen beaufsichtigt. Ein kleines Team von Gartenenthusiasten bestellt und pflegt ihn ehrenamtlich. Obwohl wir während der Saison jeden Dienstag Abend zum Mitgärtnern und Jäten einladen, kehren die Wildkräuter schneller zurück als einem lieb ist.

Jungfer-im-Gruenen-IMGP7667Umgekehrt ist es aber auch schön zu beobachten, wie auf diese Weise dynamische Gartenbilder entstehen. Einjährige Sommerblumen wie die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) und Ringelblumen (Calendula officinalis) tanzen mittlerweile durch die Beete. Und das Rot des Klatschmohns zeigt, dass knallige Farbkombinationen durchaus ihren Reiz haben.

Klatschmohn-IMGP7657

Die Kampagne «Offene Gärten» wurde von schweizerischen Garten- und Pflanzenvereinen 2010 zum ersten Mal lanciert. Während die Aktion in der Schweiz noch in den Kinderschuhen steckt, blicken andere Länder auf eine fast hundertjährige Tradition zurück. In Grossbritannien wurde bereits 1927 das Programm «National Gardens Scheme» lanciert, um Geld für das Königliche Krankenpflege-Institut zu sammeln. Die Idee war, dass Besitzer sehenswerter Gärten ihre Tore gegen einen kleinen Eintrittspreis öffnen. Im ersten Jahr nahmen rund 600 Gartenbesitzer teil und sammelten umgerechnet 11‘000 Schweizer Franken. Mittlerweile beteiligen sich 3‘700 und generieren Einnahmen in Höhe von 3.5 Millionen Schweizer Franken pro Jahr. Der Umsatz wird aber nicht allein durch den Eintrittspreis erzielt, sondern auch durch den Verkauf von Pflanzen und gastronomischen Dienstleistungen wie dem beliebten «cream tea».

Die Initianten in der Schweiz haben nicht den Anspruch, Wohltätigkeitsverbände zu unterstützen. Vielmehr geht es ihnen darum, die Freude am Garten zu wecken und den Austausch von Wissen und Erfahrung zu fördern. Die Besucher schätzen es, sich mit anderen Hobbygärtnern auszutauschen, über Erfolge und Missgeschicke zu reden. Auf der eigens dafür kreierten Website – www.offenergarten.ch – finden Interessierte eine Liste aller Gärten, einschliesslich Öffnungszeiten, Beschreibung und Adresse.

Der ProSpecieRara-Pflanzgarten von Schloss Hegi ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Am Nationalen Tag der offenen Gärten, am Sonntag, 14. Juni 2015, werden Mitglieder des Gartenteams von 10 bis 17 Uhr Fragen beantworten.

Für Kinder bieten wir ein Rahmenprogramm an:

Workshop – Bau Dir ein Wildbienenhotel (Flyer als PDF herunterladen)

Workshop – Papierschöpfen aus Naturmaterialien (Flyer als PDF herunterladen)

Wer Interesse hat, sendet eine verbindliche Anmeldung an: info@pflanzgarten.ch

Bitte geben Sie  den Titel des gewünschten Workshops an sowie Name und Geburtsdatum des Kindes.

Wir freuen uns auf einen erlebnisreichen Gartentag!

schloss-schenke

Natürlich ist auch die Schloss-Schenke geöffnet – ausnahmsweise schon ab 10 Uhr.



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